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Inklusion in der Molkerei Ammerland

Handicap im Praktikum kein Handicap
Die Molkerei wird künftig Praktikumsplätze für Auszubildende mit Beeinträchtigung anbieten. Auch an einer Übernahme nach Abschluss der Ausbildung ist sie interessiert.

Dringenburg, 25.08.2017 - Die Molkerei Ammerland hat am Mittwoch einen Kooperationsvertrag mit dem Berufsbildungswerk (BBW) Bremen unterzeichnet. Ziel ist, jungen Menschen mit Handicap, die beim Berufsbildungswerk eine reguläre Ausbildung in derzeit insgesamt 33 Berufen durchlaufen, wohnortnahe Praktikumsplätze anzubieten. Den Vertrag unterzeichneten am Mittwoch Molkerei-Geschäftsführer Ralf Hinrichs und BBW-Geschäftsführer Dr. Torben Möller in den Räumen der Molkerei in Dringenburg. Es ist der erste Vertrag, den das Berufsbildungswerk in dieser Region mit einem Unternehmen abschließt.

„Wir bilden junge Menschen mit Handicap aus mit dem Ziel, sie in den 1. Arbeitsmarkt zu integrieren“, erklärte Möller. Ausgebildet würden dabei junge Menschen mit Lern-, Körper- und /oder psychischer Beeinträchtigung. Die Auszubildenden durchliefen dabei eine ganz normale Ausbildung und legten ihre Prüfung wie alle anderen Auszubildenden auch vor den Kammern ab. „97 Prozent unserer Auszubildenden waren bei den Prüfungen im vergangenen Jahr im ersten Anlauf erfolgreich“, warb Möller für das Berufsbildungswerk, das im kommenden Jahr sein 40-jähriges Bestehen feiern kann und nach seinen Angaben 70 Prozent seiner Auszubildenden im 1. Arbeitsmarkt unterbringen konnte.
Nach Angaben von Molkerei-Geschäftsführer Ralf Hinrichs ist dem genossenschaftlich organisierten Unternehmen das Thema Inklusion wichtig. Als Sponsor von Werder Bremen hat die Molkerei gemeinsam mit der Aktion Mensch im März dieses Jahres auch den Inklusionsspieltag Werders im Weser-Stadion gegen Darmstadt 98 unter das Motto „gemeinsam für Inklusion“ gestellt und mit dem Tag für ein selbstverständliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung geworben. „Dort kamen Berufsbildungswerk und Molkerei denn auch zusammen“, machte Hinrichs deutlich. Schon anlässlich des Inklusionsspieltages hatte Hinrichs erklärt: „Jeder Mensch hat seine speziellen Fähigkeiten, die auch auf dem Arbeitsmarkt wertvoll sind – ob mit oder ohne Behinderung“. Für Hinrichs ist deshalb klar: „Die Molkerei hat Interesse, Auszubildende mit Handicap – je nach Bedarf – nach erfolgreichem Berufsabschluss auch ins Unternehmen zu übernehmen“. Womit sich dann auch dabei die Interessen von Molkerei und Berufsbildungswerk decken, wie Möller erklärte.

Das Berufsbildungswerk, das in Bremen auf etwa 65?000 Quadratmetern unter anderem über eine eigene Berufsschule sowie diverse Werkstätten und ein eigenes Internat verfügt, ist deshalb auch an Kooperationen mit weiteren Firmen aus der Region interessiert. „Wir wollen unsere Homepage deshalb auch um spezielle Informationen für Unternehmen erweitern, die an der Bereitstellung von Praktikumsplätzen und der Übernahme von Auszubildenden interessiert sind“, kündigte Möller an.

Einen Zeitplan für den Beginn der Praktika bei der Molkerei gibt es noch nicht, sagte Hinrichs. Die Auszubildenden müssen sich künftig regulär dafür bei der Molkerei bewerben, machte Möller deutlich, dass auch da dieselben Bedingungen wie bei allen anderen Auszubildenden gelten.

Weitere Unternehmen, die ebenfalls Interesse an der Bereitstellung von Praktikumsplätzen oder aber Fragen zum Thema haben, können sich beim Berufsbildungswerk an Rüdiger Zoch unter Telefon 0421/2383261 wenden.

Pressemitteilung: Claus Stölting
Kooperationsvertrag unterzeichnet (von links): Rüdiger Zoch (BBW), Ralf Hinrichs, Stellvertreter Armin Tjards, Personalleiter Klaus Rohlfing und Dr. Torben Müller
Bild: Claus Stölting
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